{"id":849,"date":"2023-03-18T19:16:10","date_gmt":"2023-03-18T18:16:10","guid":{"rendered":"https:\/\/isarautoren.de\/?p=849"},"modified":"2023-04-04T13:19:12","modified_gmt":"2023-04-04T11:19:12","slug":"schreibwettbewerb-2023-das-sind-unsere-siegergeschichten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/isarautoren.de\/index.php\/2023\/03\/18\/schreibwettbewerb-2023-das-sind-unsere-siegergeschichten\/","title":{"rendered":"Schreibwettbewerb 2023: Das sind unsere Siegergeschichten"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" width=\"1024\" height=\"377\" src=\"https:\/\/isarautoren.de\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/Scheibwettbewerb-Logos3-1024x377.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-850\" srcset=\"https:\/\/isarautoren.de\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/Scheibwettbewerb-Logos3-1024x377.jpg 1024w, https:\/\/isarautoren.de\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/Scheibwettbewerb-Logos3-300x111.jpg 300w, https:\/\/isarautoren.de\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/Scheibwettbewerb-Logos3-768x283.jpg 768w, https:\/\/isarautoren.de\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/Scheibwettbewerb-Logos3-1536x566.jpg 1536w, https:\/\/isarautoren.de\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/Scheibwettbewerb-Logos3-2048x755.jpg 2048w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Sie stehen fest: Die  diesj\u00e4hrigen Gewinnerinnen und die diesj\u00e4hrigen Gewinner unseres gemeinsamen Schreibwettbewerbs mit der M\u00fcnchner B\u00fccherschau Junior und des Friedrich B\u00f6decker-Kreises Bayern. <\/p>\n\n\n\n<p>Fast 70 Einsendungen haben uns erreicht, wir haben sie alle mehrfach sorgf\u00e4ltig gelesen und gesichtet und schlie\u00dflich &#8211; und das ist uns sehr, sehr schwer gefallen, weil alle so gut waren &#8211; f\u00fcnf preisw\u00fcrdige Geschichten herausgepickt. Es gab jeweils einen Platz in drei Altersklassen und zwei Sonderpreisen und eine Gesamtgewinnerin (die gleichzeitig auch die Siegerin ihrer Altersklasse ist). <\/p>\n\n\n\n<p>Die siebenj\u00e4hrige Emma aus Markt Schwaben hat also nicht nur in ihrer Altersgruppe die tollste Geschichte geschrieben, sondern mit &#8222;Wellis Bergabenteuer&#8220; auch den Gesamtwettbewerb gewonnen. Sie darf sich auf eine exklusive Lesung mit Isarautorin Wiebke Rhodius freuen f\u00fcr ihre ganze Klasse und bekommt au\u00dferdem noch ein Exemplar des Buches &#8222;Komm mit in die Berge&#8220; (Schneiderbuch) der Isarautorinnen und Isarautoren &#8211; das am Dienstag, 21. M\u00e4rz erscheinen wird. Dieses Buch und eine offizielle Urkunde gab es \u00fcbrigens auch f\u00fcr die anderen vier Siegergeschichten. \u00dcberreicht wurden die Urkunden und Preise von Isarautorin Meike Haas und Birgit Franz von der M\u00fcnchner B\u00fccherschau Junior.<\/p>\n\n\n\n<p>Der j\u00fcngste Teilnehmer Severin, 6 Jahre, bekam den Sonderpreis f\u00fcr eine besonders farbenpr\u00e4chtige Geschichte &#8211; er hat &#8222;Das Kinderzimmermonster&#8220; n\u00e4mlich zus\u00e4tzlich illustriert. Die elfj\u00e4hrige Aurelia hat einen Sonderpreis erhalten f\u00fcr eine besonders feinf\u00fchlige Geschichte \u00fcber ein M\u00e4dchen, das pl\u00f6tzlich taub ist: &#8222;Wenn die Welt sich nicht mehr anh\u00f6rt&#8220;. Von Carla kommt die beste Idee in der Altersgruppe bis 10. Sie hat &#8222;Das Dorf der Alpentiere&#8220; geschrieben. In der \u00e4ltesten Altersgruppe hat der elfj\u00e4hrige Paul Jakob gewonnen. Seine Geschichte hei\u00dft: &#8222;Die Berghexe und das Alpenkrokodil&#8220;. <\/p>\n\n\n\n<p><em><strong>Herzlichen Gl\u00fcckwunsch von allen IsarautorInnen f\u00fcr die gro\u00dfartige kreative Leistung!<\/strong><\/em><\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large is-resized\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/isarautoren.de\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/grafik-866x1024.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-852\" width=\"532\" height=\"629\" srcset=\"https:\/\/isarautoren.de\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/grafik-866x1024.png 866w, https:\/\/isarautoren.de\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/grafik-254x300.png 254w, https:\/\/isarautoren.de\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/grafik-768x908.png 768w, https:\/\/isarautoren.de\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/grafik.png 1127w\" sizes=\"(max-width: 532px) 100vw, 532px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Es gratulieren den f\u00fcnf Siegerkindern in der Mitte von oben links: Anja Janotta, Gregor Wolf, Silke Schellhammer, Meike Haas, Nina M\u00fcller, Eva Schatz, Oliver P\u00f6tzsch und Milly Mille. Zweite Reihe von links:  Silke Wolfrum Juliane Beinl, Heike Nieder, Margit Ruile. Dritte Reihe von links: Petra Breuer, Christine Paxmann, Marianne Loibl, Michaela Hanauer, Sabine Bohlmann. Ganz vorn: Marion H\u00fcbinger und Anne Schiekel.<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>Und das ist sie, die beste Geschichte des Jahres 2023 (keine Sorge, auch im n\u00e4chsten Jahr gibt es wieder ganz viele neue erste S\u00e4tze und der Schreibwettbewerb geht in die n\u00e4chste Runde)<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Wellis Bergabenteuer<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>\u201e<em>Keinen einzigen Schritt laufe ich mehr,\u201c sagte Welli, das kleine Schaf. Er war mit seiner Mutter Wolline und seinem Vater Wolle in den Bergen. Sie waren auf dem Weg zu einer Abenteuer-Bergh\u00fctte. Dort wollten sie eine Woche wohnen und tolle Wanderungen unternehmen. Von zu Hause waren sie mit dem Auto bis zum Fu\u00df des Berges Lura gefahren. Von dort mussten sie vier Stunden bis zur H\u00fctte laufen. Zwei Stunden waren sie schon gewandert. Der Weg war lustig. \u00dcberall standen Steinm\u00e4nnchen und auf einer Bergwiese purzelten tats\u00e4chlich Murmeltiere herum. Doch dann war es immer steiler geworden. In seinem Fell war Welli viel zu hei\u00df. Seine Hufe taten ihm schon weh. Er wollte keinen Schritt mehr weitergehen. Er setzte sich auf einen Stein und schaute bockig seine Eltern an.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>Wolle sagte: \u201eWir gehen jetzt weiter. Wir wollen ja zur Bergh\u00fctte.\u201c Aber Wolline dachte, Welli k\u00f6nnte eine Pause brauchen. Sie schlug vor: \u201eKomm, wir setzen uns dort dr\u00fcben auf die Steine und machen erst einmal eine Brotzeit.\u201c \u201eEndlich eine Pause,\u201c grummelte Welli. Dann gingen die Schafe zu den Steinen, die auf der Bergwiese lagen, und setzten sich gem\u00fctlich hin. Sie packten ihre Brotzeit aus. Sie hatten eine Dose mit leckerem Rucola, drei Flaschen mit frischem Wasser und ein paar Zweige mit besonders guten Bl\u00e4ttern dabei. Die Sachen schmeckten ihnen seeeehr gut!<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>Auf einmal kam ein Murmeltier den Berg herunter gekullert. Genau vor Wellis Hufen bremste es ab und sagte: \u201eHalli-halli-hallo, ich hei\u00dfe Murmi. Ich habe Dich von ganz oben mit meinem Fernglas gesehen. Ich wohne hier auf dem Lura. Kommt mit mir nach oben, dann zeige ich Euch, wo ich wohne.\u201c Welli rief: \u201eAu ja!\u201c<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>Schnell packten sie die Sachen ein. Welli hatte ganz vergessen, dass er nicht mehr laufen wollte. Gest\u00e4rkt und fr\u00f6hlich gingen sie wieder los. Murmi zeigte Welli, wie man einen Purzelbaum bergauf macht, ohne runter zu kullern. Mit Murmi machte es viel Spa\u00df, den Berg hoch zu gehen. \u201eSchau mal, Welli, dort hinten ist die Abenteuerh\u00fctte,\u201c rief Murmi. \u201eBald sind wir da.\u201c<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>Sie mussten noch drei Kurven gehen, dann waren sie da. \u201eJuhu,\u201c rief Welli. Die H\u00fctte war ganz aus Holz und hatte ein Hirschgeweih an der T\u00fcr. An den Fenstern hingen K\u00e4sten mit wundersch\u00f6nen Blumen. Neben der T\u00fcr war ein Tisch mit zwei B\u00e4nken. Die Schafe gingen zur Rezeption und meldeten sich an. \u201eF\u00fcr sie sind die allersch\u00f6nsten Zimmer reserviert,\u201c sagte die Bergziege am Empfang.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>Wolle und Wolline brachten alles in die Zimmer und bereiteten ihre Sachen f\u00fcr die Urlaubswoche vor. Wellis Kuscheltier legten sie auf sein Bett. Unterdessen rannte Welli schon mit Murmi auf den Gipfel. Sie spielten Fangen, Verstecken und Murmi zeigte Welli, wo er wohnte. Welli sagte: \u201eDas wird ein voll sch\u00f6ner Urlaub.\u201c Er war wirklich froh, dass er Murmi getroffen hatte und doch weiter gegangen war.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>Das ist die Geschichte von Carla, 10 Jahre, die in ihrer Altersgruppe bis 10 gewonnen hat:<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Im Dorf der Alpentiere<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><em>Berghexe Minni l\u00e4sst sich aus dem Bett plumpsen und kullert durch ihre Berghexenh\u00fctte zur Uhu Uhr. Es war ein lauer Fr\u00fchlingsmorgen und es schien alles friedlich zu sein, doch pl\u00f6tzlich brach der Boden unter ihr ein. Sie rutschte eine pl\u00f6tzlich auftauchende Rutsche herunter ins Berginnere. Als sie unten angekommen war schaute sie sich um, es sah aus wie ein Dorf. Auf einmal st\u00fcrmten aus allen H\u00e4usern Tiere und riefen aufgeregt: \u201eAlarm, ein Eindringling!\u201c Minni sagte mit sanfter Stimme: \u201eIch will euch nichts tun, denn ich bin eine gute Berghexe und hei\u00dfe Minni und ich wei\u00df noch nicht mal, wo ich bin!\u201c<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em><br>Ein weiser Hase kl\u00e4rte sie auf: \u201eDu bist in dem Dorf der Alpentiere und w\u00fcrdest du uns einen Gefallen machen?\u201c \u201eJa, aber was soll ich denn machen?\u201c fragte Minni. \u201eVor ein paar Tagen wurde unsere K\u00f6nigin, Katze Layla, entf\u00fchrt\u201c, antwortete der weise Hase, \u201evon der b\u00f6sen Filodora, vielleicht k\u00f6nntest du sie bitten, dass sie Layla freil\u00e4sst, wenn du ihr einen Wunsch erf\u00fcllst, w\u00fcrdest du das f\u00fcr uns tun?\u201c<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>\u201eJa, das w\u00fcrde ich tun\u201c, versprach sie. \u201eWir sind dir sehr dankbar\u201c, erkl\u00e4rte er. \u201eWenn du Fragen hast, kannst du dich an uns wenden.\u201c<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>Also machte sich Minni auf den Weg zu Filodora. Die Tiere hatten ihr den Weg zu Filodoras H\u00fctte beschrieben. Die H\u00fctte stand ein wenig abseits des Dorfes. Als sie an der H\u00fctte von Filodora angekommen war, klopfte sie an die dicke, dunkelbraune T\u00fcr aus Holz. Eine tiefe Stimme sagte: \u201eHerein.\u201c Sie trat ein und sah eine alte runzelige Frau die Filodora sein musste. Minni bat sie: \u201eK\u00f6nntest du Katze Layla freilassen, wenn ich dir einen Wunsch erf\u00fclle?\u201c Mit der genauso tiefen Stimme wie vorhin antwortete sie: \u201eOkay, du sollst mir den sch\u00f6nsten und wertvollsten Kristall bringen, den es<br>gibt. Dann lasse ich Layla frei.\u201c \u201eOkay\u201c, entschied Minni.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>Minni ging zu den Tieren und fragte sie um Rat, ob sie vielleicht w\u00fcssten, wo es so einen Schatz g\u00e4be. Der weise Hase antwortete ihr wieder: \u201eEs gibt eine versteckte T\u00fcr, die nur von einer Berghexe gefunden und ge\u00f6ffnet werden kann. Da du eine bist, sollte das kein Problem sein. Hinter der T\u00fcr gibt es tausende wertvolle Sch\u00e4tze, dort wirst du den Kristall finden!\u201c Sie bedankte sich und machte sich sogleich auf die Suche. Schon bald fand sie die T\u00fcr in einem d\u00fcsteren und kalten Gang. Nur die kleine Laterne die ihr die Tiere mitgegeben hatten, leuchtete. Minni dr\u00fcckte die metallisch schimmernde Klinke herunter und sie trat in den Raum. Es funkelte und glitzerte und an den W\u00e4nden standen Regale mit vielen Kisten und Schachteln. Sie nahm sich eine der Kisten, machte sie auf und sah den sch\u00f6nsten und wertvollsten Kristall, den es gab. Die Kiste machte sie wieder zu und steckte sie ein. Dann ging sie zu Filodora und gab ihr den Kristall. Diese war zufrieden und lie\u00df, wie sie es versprochen hatte, Layla frei.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>Die Dorfbewohner waren gl\u00fccklich, dass ihre K\u00f6nigin wieder bei ihnen war. Sie waren Minni sehr dankbar und boten ihr an, sie jederzeit besuchen zu d\u00fcrfen. Wenn sie Probleme h\u00e4tte, k\u00f6nnte sie die Tiere um Hilfe bitten. Minni erkl\u00e4rte: \u201eGerne, aber k\u00f6nntet ihr mir sagen, wie ich denn wieder nach Hause komme?\u201c Diesmal antwortete ihr ein anderes Tier: \u201eWenn du dich unten auf die Rutsche stellst, wirst du mit magischer Energie heraufgezogen.\u201c Minni stieg gehorsam unten auf die Rutsche. Als sie schon ein St\u00fcckchen die Rutsche hinaufgezogen war verabschiedete sie sich: \u201eBis bald!\u201c und fuhr bis zum Rutschrand. Es war inzwischen Abend geworden und Minni dachte: \u201eWas war das nur f\u00fcr ein aufregender Tag!\u201c Als sie noch einmal nach der \u00d6ffnung im Boden schauen wollte, war diese bereits geschlossen. Dann legte sie sich in ihr Bett und schlief schon bald darauf ein.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>Mit dieser Geschichte hat Paul Jakob in der \u00e4ltesten Altersgruppe gewonnen:<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Die Berghexe und das Alpenkrokodil<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><br><em>Auf der Landkarte sehen die Alpen aus wie ein Krokodil. Das liegt ganz einfach daran, dass sie ein Krokodil sind. Kein normales Krokodil, freilich, aber ein gro\u00df gezaubertes Krokodil, also ein Riesenkrokodil. Dieses lebte vor 500 Jahren in S\u00fcddeutschland, etwa dort, wo heute die Alpen sind. Das Riesenkrokodil war gef\u00fcrchtet, denn es klaute den Menschen das Vieh und fra\u00df deren Ernte. Anfangs war es ein ganz gew\u00f6hnliches Krokodil gewesen, das von Amerika nach Europa an eine reiche Familie verkauft worden war. Nach seiner Flucht aus deren Haus hatte es massiv zugenommen, denn in dieser Gegend gab es sehr viele Bauern und das Krokodil konnte so viele Rinder essen, bis es fast vier Meter gro\u00df war. Aber eines Tages waren alle Bauern mit ihrem Vieh ausgewandert, denn es war ihnen zu unsicher in der Gegend geworden. So hatte das Krokodil, obwohl es ja noch mehr essen musste als normale Krokodile, keine Nahrung mehr. Auf der Suche nach Futter verirrte es sich und landete nach einigen Tagen bei einem windschiefes Hexenh\u00e4uschen. Es geh\u00f6rte der Hexe Grusilla, und die war die zweite Plage zur damaligen Zeit. Sie war riesig, gro\u00df wie ein Berg, lie\u00df Gewitter \u00fcber die Lande toben oder schickte Fr\u00f6sche und Heuschrecken zu den Bauern, die deren Ernte fra\u00dfen, fett<br>wurden und zur\u00fcck zu Grusilla kamen, welche sie dann trocknete und f\u00fcr ihre Zaubertr\u00e4nke benutzte.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>Manchmal befahl sie ihren Skorpionen Tiere oder sogar Menschen zu t\u00f6ten. Diese verwendete sie dann f\u00fcr besonders b\u00f6sartige Tr\u00e4nke, gerade sammelte sie besonders viele Zutaten f\u00fcr eine Versteinerungstrank. Grusilla verfolgte einen Plan mit ihrem Tun: Sie wollte ihre Schwester Gramilla zur\u00fcckhaben, welche \u2013 aufgrund ihrer B\u00f6sartigkeit \u2013 von der guten Hexe Malina versteinert worden war. Malina hatte n\u00e4mlich vor, die Welt zu einem besseren Ort zu machen und alle b\u00f6sen Hexen zu versteinern, was ihr im Rat der guten Hexen das Amt der Ministerin eingebracht hatte. Grusilla wollte ihre Schwester retten, und daf\u00fcr gab es \u2013 nach ihrem schlauen Hexenbuch \u2013 nur zwei M\u00f6glichkeiten: Malina t\u00f6ten oder jemand anderen B\u00f6sen versteinern. Malina jedoch war sehr m\u00e4chtig, deswegen war es Grusilla<br>nicht m\u00f6glich sie zu t\u00f6ten, so sehr sie sich auch anstrengte.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>Grusilla hatte schon viele Geschichten \u00fcber die sagenhafte B\u00f6sartigkeit des Krokodils zu Ohren geh\u00f6rt, und als sie das Krokodil vor ihrem H\u00e4uschen erblickte, sah sie in diesem Tier einen Ausweg: Das Krokodil musste versteinert und Gramilla dadurch erl\u00f6st werden. Grusilla nahm ihren Hexenstab, schwang ihn \u00fcber ihrem Kopf und rief: \u201eSkorpione, fangt das Tier und bringt es zu mir!\u201c Die Skorpione taten wie ihnen gehei\u00dfen. Aber Grusilla merkte bald, dass das Krokodil lange nicht so b\u00f6se war wie sie und ihre Schwester, und damit der Zauber wirkte, musste das Krokodil genauso b\u00f6sartig sein wie Gramilla, um diese aus ihrer Versteinerung zu befreien. <\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>W\u00fctend wollte Grusilla das Tier ihren Skorpionen zum Fra\u00df vorwerfen, als ihr einfiel, dass sie das Tier einfach wachsen lassen m\u00fcsste, denn dann w\u00fcrde auch dessen B\u00f6sartigkeit wachsen. Sie rief: \u201eUmbalida, Umbalida, Umbalida maga, gu tum gur inkulara, olbanara, olbanara, olbanara gurte, Grusilla!\u201c Nachdem sie diesen Zauberspruch gesagt hatte, war das Krokodil riesenhaft angeschwollen. Als das Krokodil sah, wie gro\u00df es geworden war und wie Grusilla den Zauberstab schwang, bekam es Angst und stampfte, so schnell es seine Gr\u00f6\u00dfe und sein Gewicht zulie\u00dfen, los, denn es wollte nicht versteinert werden. Woher es von dieser Gefahr wusste? Ganz einfach, nicht nur seine B\u00f6sartigkeit, sondern auch sein Gehirn war mitgewachsen. Aber Grusilla war zu schnell. Als das Krokodil dort angekommen war, wo heute die Alpen sind, hatte sie es erreicht, versteinerte es \u2013 und die Alpen waren entstanden.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>Aber unsere Geschichte ist noch nicht zu Ende: In Folge der Versteinerung des Krokodils tauchte Gramilla endlich neben Grusilla auf: Aber&#8230; sie war nicht so b\u00f6sartig, wie Grusilla sie in Erinnerung gehabt hatte, im Gegenteil, sie war herzensgut. \u201eH\u00e4?\u201c, machte Grusilla verdattert, aber da fiel ihr ihr Denkfehler auf: Im Hexenbuch hatte gestanden, dass jede Hexe, die aus einer Versteinerung erl\u00f6st wird, die jeweils andere Seite einnehmen w\u00fcrde: Aus b\u00f6sen werden so gute und aus guten b\u00f6se Hexen. Als Grusilla diesen Fehler erkannt hatte, fl\u00fcchtete sie hektisch und voller Angst auf das versteinerte Krokodil, damit ihre Schwester, die jetzt ja gut geworden war und deshalb bei Malinas Plan mitwirken w\u00fcrde, sie nicht versteinern konnte. Aber da war es schon zu sp\u00e4t: Gramilla versteinerte ihre b\u00f6se Schwester. Und den Berg, der dabei mitten in den Alpen entstand, kann man noch heute bei Berchtesgaden besichtigen: Er wird die \u201eschlafende Hexe\u201c genannt.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>Und das ist die Geschichte von Severin, der den Sonderpreis f\u00fcr die farbenpr\u00e4chtigste Geschichte bekommen hat:<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Das Kinderzimmermonster<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><br><em>Dieser erste Ferientag wird nicht so, wie ich ihn mir vorstelle. Denn ein Monster war in meinem Zimmer. Es hat mich aufgeweckt und hat meine Socken geklaut. Es hat das Bett mitgenommen, mein Sofa und mein Lieblingskuscheltier. Ich bin ihm hinterher gerannt. Das Monster ist in eine riesige H\u00f6hle geflohen, in der ganz viele andere Monster waren. Jedes Monster hatte riesige Glubschaugen, Beine so dick wie ein Baumstamm und einen K\u00f6rper so dick wie ein<br>K\u00fchlschrank. Ich bin aus der H\u00f6hle gerannt und habe im Wald meinen Freund Daniel gefunden. Er hat n\u00e4mlich einen Hammer und darum konnte ich ihn gut gebrauchen. Ich bin mit Daniel zur H\u00f6hle gelaufen. Daniel hat auf die H\u00f6hle<br>gehauen und Ger\u00f6ll ist von der H\u00f6hle herunter gefallen. Der Ausgang wurde versperrt. Daniel hat mir einen Weg in die Schatzkammer gebuddelt. Dort habe ich mein Kuscheltier genommen und bin hinaus gelaufen. Aber alle Monster sind mir gefolgt. Sie haben das Kuscheltier zur\u00fcckerobert und sind weggelaufen. Sie sind in einen hohlen Baum gelaufen und dann durch eine riesige Wurzel in eine riesige H\u00f6hle gekommen. Daniel und ich haben sie verfolgt. Daniel hat mit dem Hammer ein Loch gehauen, das war dann wie eine T\u00fcre. Dann sind wir hinein. Wir sind dann aber leider durch eine<br>Fallt\u00fcre ins Verlies gefallen. Daniel hat seinen Hammer genommen und hat die Gitterst\u00e4be kaputt gehauen. <\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>Dann sind wir den Stimmen der Monster gefolgt und sind ihnen in einen Saal gefolgt. Dort sa\u00df ein Monster auf einem Thron. Sein Bauch war so gro\u00df wie ein Haus, seine Beine so dick wie S\u00e4ulen und seine Augen so gro\u00df wie Teller. Wir sind auf das Monster zugelaufen und haben die Krone gestohlen. Dann sind wir weggerannt und alle Monster haben uns verfolgt. Dieses Mal sind wir \u00fcber die Fallt\u00fcre gesprungen aber die Monster sind nicht so schlau und sind durch die Fallt\u00fcre gefallen.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>Ich habe gesagt: \u201eIch lasse euch nur frei und gebe euch die Krone, wenn ihr mir mein Kuscheltier wieder gebt und ihr nie wieder anderen etwas klaut!\u201c Die Monster nehmen den Tausch an und d\u00fcrfen aus dem Verlies. Danach bin ich mit Daniel durch den Baum in mein Zimmer. Ich habe die Monster nie wieder gesehen.<\/em><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" width=\"1180\" height=\"852\" src=\"https:\/\/isarautoren.de\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/Illus_Schreibwettbewerb2023.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-851\" srcset=\"https:\/\/isarautoren.de\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/Illus_Schreibwettbewerb2023.jpg 1180w, https:\/\/isarautoren.de\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/Illus_Schreibwettbewerb2023-300x217.jpg 300w, https:\/\/isarautoren.de\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/Illus_Schreibwettbewerb2023-1024x739.jpg 1024w, https:\/\/isarautoren.de\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/Illus_Schreibwettbewerb2023-768x555.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 1180px) 100vw, 1180px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>(Zeichnung von Severin)<\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>Das ist die Geschichte von Aurelia, die einen Sonderpreis erhalten hat, weil sie die feinf\u00fchligste aller Geschichten geschrieben hat:<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Wenn die Welt sich nicht mehr anh\u00f6rt<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><br><em>Auf der Landkarte sehen die Alpen aus wie ein Krokodil. Ein kleines Dorf sieht so aus wie das Auge des Krokodils. Und in der Mitte dieses kleinen Bergdorfes, da lebte ich. Im Winter war es hier wundersch\u00f6n, und am allersch\u00f6nsten war es an Silvester. Dann sa\u00dfen meine Eltern und ich immer dick eingepackt auf unserer Dachterrasse, a\u00dfen sp\u00e4t zu Abend und warteten bis das Feuerwerk losging. So auch jetzt. Ich liebte das. Doch dieses Jahr war etwas anders als in den letzten Jahren.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>Da machten meine Eltern mich auf sich aufmerksam, bevor sie mir mit Zeichen zu verstehen gaben, dass sie runter gehen und Wein holen wollten. Ich nickte als Antwort. Ich sah den beiden nach, bis sie die Treppe hinunter gegangen waren und verschwunden waren. Dann wandte ich mich wieder dem Himmel zu. Ich f\u00fchlte mich irgendwie einsam und allein in der Dunkelheit. Pl\u00f6tzlich zischte ein kleiner Lichtblitz von der Stra\u00dfe her in den Himmel. Mit einem faszinierten L\u00e4cheln sah ich dabei zu wie der Feuerwerksk\u00f6rper rot explodierte und den Himmel zum Leuchten brachte. <\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>Ich sp\u00fcrte eine leichte Vibration unter meinen F\u00fc\u00dfen und roch Rauch in der Luft. Und ich h\u00f6rte&#8230; nichts. Das war mein erstes Feuerwerk, seit ich letzten Fr\u00fchling mein Geh\u00f6r verloren hatte. Ich ging zum Rand unserer Dachterrasse und blickte auf die Stra\u00dfe. Immer mehr Leute z\u00fcndeten nun ihr Feuerwerk und der Himmel wurde immer bunter. Der Boden vibrierte leicht und die Luft wurde immer rauchiger. Fr\u00fcher hatte ich mir immer gew\u00fcnscht, dass das Feuerwerk nicht so laut sein sollte. Zum ersten Mal seit der Krankheit, die mir mein Geh\u00f6r genommen hatte, dachte ich dar\u00fcber nach, ob mir meine Taubheit vielleicht auch Vorteile brachte. <\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>Die letzten Jahre waren schlimm f\u00fcr mich gewesen. Zuerst hatte ich immer weniger geh\u00f6rt, dann hatten die \u00c4rzte mich untersucht und von meiner Krankheit erfahren, und dann war ich schlie\u00dflich komplett taub geworden. Und es gab kein Zur\u00fcck, es war unheilbar. In dieser Zeit hatte ich viele Probleme gehabt und oft geweint. Viele meiner Freunde hatten sich von mir abgewandt, da es jetzt schwieriger war, mit mir zu kommunizieren und zus\u00e4tzlich musste ich von da an immer in der Schule von einem Dolmetscher f\u00fcr Geb\u00e4rdensprache begleitet werden. Doch jetzt war ein sch\u00f6ner Moment, eine sch\u00f6ne Nacht und Morgen w\u00fcrde ein neuer Tag beginnen. In einem neuen Jahr. Zeit f\u00fcr einen Neuanfang.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>Da sp\u00fcrte ich einen Arm in meinem Nacken. Ich drehte mich um. Dort stand meine Mutter und reichte mir grinsend ein Weinglas mit Orangensaft. Ich grinste zur\u00fcck und nahm das Glas. Jetzt legte mir auch mein Vater von der anderen Seite den Arm auf die Schultern. Zu dritt schauten wir in den Nachthimmel hinauf, der vor Farben schier explodierte. In diesem  Moment hob meine Mutter ihr Weinglas und ich wusste, dass es zw\u00f6lf Uhr war und ein neues Jahr begann. Es war seltsam kein Glasklirren zu h\u00f6ren, aber es war auch irgendwie lustig. F\u00fcr einen kurzen Moment hielten die Leute auf den Stra\u00dfen inne, dann begannen sie wieder von neuem Feuerwerk zu z\u00fcnden, und der Himmel verwandelte sich wieder in ein wogendes Farbenmeer. Der Boden bebte wieder, und die Luft roch zunehmend nach Rauch.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>Wir drei standen dort, bis das Feuerwerk langsam verebbte, und sich all die neuen Sterne einen Platz am Himmel suchten.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sie stehen fest: Die diesj\u00e4hrigen Gewinnerinnen und die diesj\u00e4hrigen Gewinner unseres gemeinsamen Schreibwettbewerbs mit der M\u00fcnchner B\u00fccherschau Junior und des Friedrich B\u00f6decker-Kreises Bayern. 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