Das sind die Gewinner des Schreibwettbewerbs 2026

Tadaaa! Wir gratulieren allen fünf Gewinnern des diesjährigen Schreibwettbewerbs. Wir haben ganz lange und intensiv gelesen, uns die Köpfe heiß diskutiert, abgestimmt und geredet, bis wir endlich, endlich, endlich die – aus unserer Sicht – fünf besten Texte aus den Einsendungen herausgefiltert hatten. Aus denen wurde dann derganz große Gewinnertext ausgesucht. Auch dieses Mal haben ganz viele Kinder bei dem Schreibwettbewerb der Isarautoren gemeinsam mit der Münchner Bücherschau Junior und dem Friedrich Bödecker Kreis mitgemacht. Marina Blanke (die man auch als Checkerin Marina kennt) hat wieder als Schirmherrin mitgewirkt und schickt viele Grüße an die Gesamtsiegerin Yuna An.

Gerade mal sechs Jahre alt ist unsere Gewinnerin, hat aber eine so bezaubernde Geschichte über ein verlorenes Kuscheltier und die verzweifelte Suche danach geschrieben! Da war die Jury der Isarautorinnen wirklich ganz hingerissen. Und deswegen durfte Yuna An bei der Siegerehrung zum Schreibwettbewerb auf der Münchner Bücherschau Junior den Preis für die beste Geschichte entgegen nehmen. Vorgelesen wurde die Siegergeschichte von Bestseller-Autorin Silke Schellhammer (und Erfinderin der „School of talents“). Yuna An gewinnt für sich und ihre Klasse nun eine Lesung mit Isarautorin NinaMüller und ihrem Kater „Schnurrifluff“. Wir alle sagen: Herzlichsten Glückwunsch.

Aber natürlich gratulieren wir ebenso den weiteren vier Geschichten-Profis, die ausgezeichnet wurden. Für die einzelnen Gewinnerinnen und Gewinner in den Altersgruppen und die Sonderpreis-Schreiberlinge gab es Buchgeschenke. In der Altersgruppe bis 7 Jahre gewann Yuna An, 6 Jahre, die ihr Stofftier Stoffel wirklich an jeder Stelle im Haus sucht und trotzdem nicht fündig wird – bis sich eine ganz überraschende Spur auftut. Die beste Geschichte in der Altersgruppe bis 9 Jahre kommt von Hanna, 8 Jahre: „Alles für die Schokolade“ ist eine spannende Abenteuergeschichte, in der die Heldin sich sogar einem Löwen gegenüber zu treten traut. Ein Bravo für Jonathan, 10 Jahre, der wirklich ziemlich kreative Fallen für einen Schokoladendieb aufbaut und damit in der Altersklasse 10 bis 12 Jahre gewonnen hat. Schokolade ist wohl das große Thema dieses Mal!

Auch 2026 verleiht die Jury wieder zwei Sonderpreise. Für die allerbeste Fan-Fiction wird Anton ausgezeichnet, der die „Bitte nicht öffnen“-Geschichten von Isarautorin Charlotte Habersack zauberhaft weitergedichtet hat. Und Rosa ist es in den Augen der Jury intensiv und gut gelungen, dieses ganze lange ungeduldige Warten auf ein Kindergeburtstagsglück wunderbar einzufangen. Außerdem hat sie ihre Geschichte noch eindrucksvoll illustriert. Auch hier die allerbesten Glückwünsche von der Jury der Isarautoren und Birgit Franz von der Münchner Bücherschau Junior, die ebenfalls mit juriert hat.

Aber es waren wirklich hauchfeine Entscheidungen: Wir waren wirklich überrascht von der Fülle der Einfälle und der Geschichten, die uns in diesem Jahr erreicht haben. Hier könnt ihr nun alle Geschichten nachlesen:

Die namenlose Geschichte von Yuna An, die Gewinnerin in der Altersgruppe bis 7 Jahre und Gesamtgewinnerin des Schreibwettbewerbs:

„Stoffel! Wo bist du?“, fragte sich Emma. Seit Tagen hat sie ihn schon gesucht. Emma hatte ihre Eltern schon gefragt, aber sie wussten auch nicht, wo Stoffel war.  Stoffel war ihr flauschiges Kuscheltier und war eine Katze. Immer, wenn sie schlafen geht, hatte sie ihn ins Bett genommen. Stoffel war orange-grau gestreift und hatte den flauschigsten Schwanz der Welt. Er war erst Samstagmorgen, als sie durch das Haus schlich und Stoffel suchte. Sie suchte jeden Tag, obwohl sie das schon gemacht hat.  Vielleicht war Stoffel ja an einem Ort, wo sie noch gar nicht geschaut hatte.  

Aber sie fand nichts.  Sie schaute aber nicht in der Hundehütte, weil sie nicht ihren Hund wecken wollte. Als alle aufgestanden sind, aßen sie erstmaö Frühstück und beraten sich aber auch mit Emma über das verschwundene Stofftier. Emma sagte: „Ich bin sehr traurig. Mit Stoffel hatte ich mit die besten Träume und viele Abenteuer.“

Mama sagte: „Wir werden sie bestimmt finden. Papa sagte dazu: „Lass uns erstmal einen kleinen Ausflug machen.  Dann bist du nicht mehr so traurig wegen Stoffel.“  Als Emma in ihr Zimmer kam , um sich noch ein bisschen auszuruhen, lag ihr Hund zusammengerollt auf der Matratze, wo Mama gestern geschlafen hatte.  Der Hund Flindi die sah ganz schön süß aus, wenn er schlief.  Dann kam Mama ins Zimmer.  Sie legte einen Arm auf den Rücken und sagte: „Wir werden Stoffel bestimmt finden.“ Dann rief Papa: „Emma! Mama! Es geht los. Wir wollten doch noch einen Ausflug an den See machen. Es ist doch heute der erste Sommertag.“

Sie nahmen Flindi mit und setzten ihn ins Auto.  Als sie beim See waren, breitete Mama die Decke aus. Es gab einen Apfel, 3 Brote und eine große Gummibärchentüte und Orangensaft.

„Mama hast du auch etwas für Flindi eingepackt?“

„Natürlich, Emma. Er hat eine Packung Hundefutter und Wasser. Emma vergaß schnell Stoffel. Sie tobte fröhlich mit ihrem Hund herum, aber als sie zurückfahren, fällt es ihr immer wieder ein.  Zu Hause hatte sie an ihrer Zimmertür ein Schild gehängt. Auf dem Schild stand: „Bitte nicht stören. Emma ist traurig wegen ihrem Plüschtier.“  Sie hatte auch einen traurigen Smiley auf dem Bild.

Mama sagte: „ Komm, wir kaufen eine neue Katze für dich.“  Sie kauften eine neue Katze. Sie sah genauso aus wie Stoffel. Und Emma nannte sie Stoffel.

Doch als sie wieder heimfuhren, erblickte ein Emma zum Staunen ihre Katze in der Hundehütte von Flindi. Sie jubelte „ Juhu. Ich habe Stoffel.“

Mama sagte: „Aber was ist mit der neuen Katze?

„Wir schenken sie Flindi,“ sagte Emma. „Den alten Stoffel erkenne ich an seinem Pfotenabdruck auf allen Tatzen. Papa rief: „Was redet ihr denn da? Habt ihr Stoffel gefunden?“

Emma: „Ja“

Emma machte die Hundesprache, die sie ganz gut konnte mit Findi. Wau wau miau wau wau. „Wieso hast du denn den Stoffel genommen?“, fragte Emma. Der Hund sah ein bisschen frech aus, als Emma ihn anschaute. Da dachte ich „Flindi: „Ich brauchte doch nur ein bisschen mit der Katze kuscheln.“

Die Geschichte von Hanna, die in der Gruppe der 8- und 9-Jährigen gewann.

Wir fassen gleich nochmal einen Süßigkeitenräuber. Jonathan hat „Der Schokoladendieb“ geschrieben und gewann in der ältesten Gruppe bis 12 Jahre:

Der Schokoladendieb

„Meine Schokolade ist weg“, dachte ich mir voller Zorn, mein Gesicht wurde so rot wie eine Tomate. Zum 5. Mal in der Woche. Ich sagte zu mir: „So geht es nicht weiter.“ Und wollte den Dieb finden und ihn zur Rede stellen.

Also baute ich Fallen auf. Eine Mäusefalle, ein Loch im Boden, das mit Blättern bedeckt war. Vor der Tür hingen zwei Eimer., einer mit Lehm unter anderem mit Kake. Und von Baum zu Baum war ein Seil gespannt. Wenn man das sei berührt, kommt von oben eine Keule, die dich erschlägt.

Ich erzählte meinem Freund von den Fallen und lud ihn um 20Uhr ein, dass wir auf die Schokolade aufpassen. Kurz vorher legte ich mich auf die Lauer in meinem Zimmer versteckt hinter den Vorhängen. Da kam eine dunkle Gestalt mit einer Tasche. Sie schrie auf einmal laut auf und sprang über die Seile. Sie ging am Loch vorbei und klingelte. Da merkte ich, dass es mein Freund war und rannte runter. Ich riss die Tür auf und sagte: Komm, die Jagd kann beginnen.“ Wir malten uns im Gesicht schwarz an, dass wir in der Dunkelheit nicht so gut gesehen werden konnten.

Auf einmal hörten wir einen lauten Rumms und wir rannten raus. Wir sahen eine Gestalt, die ganz wacklig mit einem Gehstock weghumpelte. Ich sah die Keule unten und wir liefen der Gestalt hinterher. Doch auf einmal war mein Freund weg. Ich blieb stehen. Ich sah dass das Loch nicht mehr richtig bedeckt war, ich rannte zum Loch. Da saß mein Freund im Loch. Ich sagte zu ihm: „Ich hol dich da raus.“ Ich ging zum Schuppen und holte einen Seil, mit dem zog ich ihn raus. Mein Freund ging, weil er sich den Fuß verletzt hatte.

Am Morgen legte ich mich wieder auf die Lauer. Da kam jemand in meinen Garten.Ich lief runter und öffnete die Haustür. Da sah ich, dass das ein alter Mann mit Gehstock war, der humpelte. Ich fragte die Person, warum Sie meine Schokolade geklaut hat. Sie sagte: „Sie war so lecker. Ich musste sie einfach essen.“ Ich sagte:  „Ich muss sie auch immer essen.“ Wir mussten sehr viel lachen. Als wir fertig waren, sagte der Dieb: „Ich tu das nie wieder.“ Und ich sagte: „Komm, wir essen eine.“ Wir sagten gemeinsam: Polipasitiolilabe. Das heißt: Ende gut alles gut.

Den Sonderpreis für allerbeste Fan Fiction gewann Anton:

Seit einiger Zeit bekommt Nemo merkwürdige Post: Päckchen mit Spielzeug, das plötzlich lebendig wird. An seinem Geburtstag bekommt Nemo sein nächstes Päckchen. Diesmal bekommt Nemo ein großes Ei. Seine Freunde sind schon ganz aufgeregt, was in dem Ei ist. Auf dem Ei steht in großen Buchstaben: An Niemand, wo der Pfeffer wächst am Arsch der Welt. Und der Hinweis: Bitte nicht Öffnen, steht auf dem Ei. Die drei Freunde stehen vor einem Rätsel. Fred erinnert sich mit Grusel an die früheren Päckchen und möchte das Ei am liebsten in der Pfanne als Spiegelei essen. Fred knurrt schon der Magen. Aber Oda sagt, das wird nicht gebraten! Ich nehme es mit nach Hause und lege es auf den Kachelofen und warte bis es schlüpft. Doch da macht es schon einen großen Knacks! Wenige Sekunden später schaut ein kleiner Adlerkopf mit ganz bunten Federn aus den Schalen hervor. Fred, Oda und Nemo schauen sich verdutzt an. Was kommt da für ein bunter Vogel hervor, fragt Fred. Und schon krächzt das kleine große Schnabeltier: Will Fliegen! Will Fliegen! Lernen! Ok, denkt sich Nemo, wie stellen wir das nur an? Draußen beginnt es an zu Winden. Große Winde und kleine Winde, leichte Winde, schwere Winde machen es den Boringern nun ganz schön schwer. Windhosen rauschen durch die Gassen. Blätter wirbeln umher. Mützen und Hütte fliegen davon. Nur der kleine große Adler freut sich wie Bolle! Und wird immer stärker und größer. Als er den Wind hört, die Blätter an die Scheibe klatschen sieht, will er nur noch raus. Er quietscht und fiept wie wild, Nemo versteht die Welt nicht mehr. Oda bringt den kleinen Adler nach draußen, wo er sofort anfängt zu fliegen. An der frischen Luft, lässt Fred seinen Drachen steigen. Die drei Freunde nennen ihren neuen Begleiter Nepumuk. Mit jedem Flügelschlag wird Nepumuk größer, größer und größer. Bald ist er so groß, dass er Oda an den Schultern packt und mit ihr umherfliegen kann. Fred und Nemo fahren mit ihren Fahrrädern hinterher. Oda ruft ihren Freunden zu: Wir fliegen zum Boringer Weiher! Nepumuk dreht wie ein Segelflugzeug seine Kreise über Boringen und landet sanft im Wasser. Oda wird pitschnass, aber das macht ihr nichts aus. Nepumuk schwimmt nun wie eine große kleine Ente im Adlerkostüm über den Weiher. Endlich kommen auch Nemo und Fred am Boringer Weiher an. Schnell helfen sie Oda aus dem Wasser. Sie hat immer noch ein Grinsen vom Flug über die Stadt im Gesicht.

Plötzlich fragt Nemo wo ist der Adler? Da taucht der Adler vor ihnen am Ufer auf. Und er hat inzwischen die Größe eines Tisches. Der Adler sagt ich will Pfannkuchen. Mit einem großen Glas Erdbeermarmelade. Und der Adler hebt wieder ab. Die Freunde schauen, sich an und denken, wo kriegen wir so einen riesigen Pfannkuchen her? Nemo zählt die Dinge auf die sie brauchen. Wir brauchen: eine Tonne Mehl, eine Baggerschaufel Eier und einen Tanklaster voll mit Milch. Die drei schauen sich nun an. Wie bekommen wir die drei Zutaten zu einem Teig? Nemo lacht. Ich frage meinen Opa, der hat einen Betonmischer. Da schmeißen wir alle drei Sachen rein und Mischen es zu einem schönen Teig. Aber Fred sagt, was machen wir mit dem Teig? Wo bekommen wir eine große Pfanne her? Wo bekommen wir das Feuer her? Wie sollen wir den Pfannkuchen braten? Fragen über Fragen. Oda hat die grandiose Idee: Wir schütten den Teig auf unseren Fußballplatz und lassen ihn von der Sonne brutzeln. Der heiße stürmische Wind wird den Pfannkuchen auch noch zusätzlich ganz braun und knusprig brutzeln. Super, sagt Nemo. Jetzt brauchen wir noch die Marmelade. Lasst uns schnell aufs Erdbeerfeld Pflücken gehen und die Erdbeeren pflücken. Hoffentlich weht uns der Sturm nicht davon. Das ist eine super Idee. Lass uns Nepomuk fragen, ob er uns die Erdbeeren pflückt. Er mit seinem spitzen Schnabel und seinen Krallen kann die Erdbeeren ganz schnell aus dem Flug pflücken und gleich zum Fußballplatz auf unseren Pfannkuchen-Grillplatz bringen. Die drei schauen sich an, das ist eine super Idee, so machen wir das. Nepomuk krächzt: freue mich auf jeden Pfannkuchen mit Marmelade und fliegt davon.

Fred sagt, wie sollen wir den Pfannkuchen eigentlich umdrehen, wenn er auf der einen Seite schon gut ist und auf der anderen Seite noch nicht? Da meldet sich Oda, vielleicht brauchen wir Nepomuk nochmal. Er soll den Pfannkuchen am Rand packen und mit seinen spitzen Krallen greifen und hochziehen und dann auf die andere Seite drehen. Hoffentlich klappt das, sagen die drei Freunde. Als Nepomuk den Pfannkuchen umdrehen will, passiert es: Eine große Windböe kommt und trägt Nepomuk samt Pfannkuchen, wie einen Fallschirm ganz weit in die Luft. Der Wind lässt nach, der Sturm zieht sich zurück, die Windhosen gehen wieder in den Kleiderschrank zurück und in Boringen wird es wieder ruhig und brav.

Und dann noch Rosa mit ihrer Geschichte „Sofi und ihr Geburtstag“, die den Sonderpreis für eine besonders mitreißende Erzählung bekam.

Es war stockduster. Sofie lag in ihrem Bett sie war sehr aufgeregt. Denn morgen hatte sie Geburtstag. Und sie fragte sich, was sie bekommen wird. Sie wünschte, sie bekommt ein Schleichtier-Pferd. Aber sie fragte sich auch, was sie von ihrem kleinen Bruder bekommt. Es dämmerte bereits. Sie platzte gleich. Sie zog sich schon an und wünschte sich so ein Schleichtier-Pferd.

Als sie runterstürmte sah sie aber nur eine große Kiste mit Löchern drinnen. Aber gespannt war sie immer noch. Also stürzte sie auf die Kiste drauf. Und zum Vorschein kam eine Babykatze. Sie Schlang ihre Arme um die Katze und drückteihren Eltern und ihrem Bruder einen Kuss auf die Backe. Sie gab der Katze Milch und Futter und sagte laut: „Das ist das beste Geschenk ever.“ Und kuschelte sich an die Katze dran und drückte sie ganz fest und sagte ihr: „Du bist die beste Katze auf der Welt“.

Und streichelte sie und Sophies Herz wurde ganz warm. Sie liebte ihre Katze so sehr und liebte sie superdolle. Warten ist wirklich das schwierigste auf der Welt, aber lohnt sich meistens.